[Juso Gemeindeverband Marpingen/Jusos im Kreis St. Wendel]: Besuch der Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden“ im Kulturzentrum „Alte Mühle“  

Vergangenen Sonntag besuchten die Jusos aus dem Kreis Sankt Wendel auf Einladung des Vereins „Wider das Vergessen und gegen Rassismus“, zusammen mit Bürgermeister Werner Laub, dem Fraktionsvorsitzenden Volker Weber und der stvtr. Ortsvorsteherin Doris Getrey, die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ in der Alten Mühle. Christoph Zahn, Initiator der Ausstellung und Eberhard Wagner, Vorsitzender des Vereins, machten uns Besuchern bewusst, welch zentrale Rolle unsere jüdischen Mitbürger gerade im Deutschen Fußball hatten. So führten sie viele Nationalspieler auf die außergewöhnliches vollbrachten und machten darauf aufmerksam, dass auch der Gründer der beliebten Fußballzeitschrift „Kicker“ ein Mann jüdischen Glaubens war. Auch merkten sie an, dass sich die Deutschen sehr schwer daran taten und noch tun, die alten Helden zu ehren und an sie zu erinnern – gerade auch im Fußball. Das ist ein gravierender Missstand, denn viele Juden prägten damals den Fußball. Gemeinsam agierte man und arbeitete für den gemeinsamen Sport, für die gemeinsame Sache.

Gerade uns Jusos liegt das Thema „Rechtsradikalismus“ sehr am Herzen, da man gerade heute sehr oft eine latente, aber doch sichtbare Ausländerfeindlichkeit feststellt, speziell in deutschen Fußballstadien wo farbige Spieler ausgebuht und beleidigt werden, ohne dass die Mehrheit des Stadions dagegen rebelliert. Wir haben schon mit vielen Aktionen klargemacht, dass uns diese Themen wie Homophobie in Stadien und steigende Ausländerfeindlichkeit wichtig sind und wir dagegen vorgehen wollen, und dies tut man am wirksamsten auch durch Aufklärung. Wenn Sie also Zeit haben, geben Sie sich einen Ruck und besuchen die Ausstellung, die noch bis 13. April offen ist. Denn gerade in Krisenzeiten besteht besonders die Gefahr, dass die rechtsradikalen Parolen bei einem Großteil der Bevölkerung fruchten, wie z.B. aktuell in einigen europäischen Staaten, deshalb wehret den Anfängen.

Jeder kann was gegen Homophobie und rechtes Gedankengut tun – zum Beispiel durch Zivilcourage. Machen Sie ihren Mund auf, wenn sie unpassende Parolen hören. Setzen sie sich für unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein und schauen sie nicht weg!

Beste Grüße

Ihre Jusos in Marpingen