Moderne digitale Verwaltungen – die drei jüngsten Bürgermeister fordern Reformen

Im Bereich digitaler Präsenz hat sich in der Gemeinde Marpingen seit Amtsantritt unseres Bürgermeisters Volker Weber einiges getan. Es wurde eine Facebook-Seite eingerichtet, damit die Bürgerinnen und Bürger auch in dem sozialen Netzwerk über aktuelle Themen, Veranstaltungen und kommunale Dienstleistungen informiert sind und auch auf diesem Wege mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt treten können.

Ebenfalls wurde vor kurzem die neue Homepage der Gemeinde Marpingen, erreichbar unter marpingen.de, online gestellt. Die neue Homepage ist sehr übersichtlich gestaltet und benutzerfreundlich, optisch hochwertig und ein echter Hingucker. Insbesondere ist die Homepage nun auch für Mobilgeräte optimiert, da mittlerweile der Großteil der Internetnutzer nicht mehr am PC surft, sondern mit Tablet oder Smartphone. Besondere Anerkennung und Lob haben sich an dieser Stelle die Mitarbeiter der Rathaus-IT und Öffentlichkeitsabteilung verdient, da die gesamte Homepage in Eigenarbeit ohne externe Dienstleister erstellt wurde.

Aber Internetauftritte sind nur ein kleiner Teil einer modernen Verwaltung. In der aktuellen Diskussion um eine bessere interkommunale Zusammenarbeit der Kommunen, Städte und Landkreise im IT-Bereich haben die drei jüngsten Bürgermeister des Saarlandes, also unser Bürgermeister Volker Weber, Daniel Kiefer aus Mettlach und Sebastian Greiber aus Wadgassen (alle SPD) ein 11-seitiges Positionspapier veröffentlicht.

Demnach müssen digitale Verwaltungsdienstleistungen deutlich ausgebaut werden. Typische Beispiele für Dienstleistungen, welche auch online erledigt werden könnten, sind zum Beispiel digitale Abrechnungen, die Beantragung von Bescheinigungen oder Pässen, das Melden von Mängeln oder die Ab- oder Umbestellung von Mülltonnen und das Abrufen von Leerungsdaten sowie Terminvereinbarungen.

Eine weitere Forderung ist eine grundlegende Reform des eGo-Saar, ein vor 14 Jahren gegründeter kommunaler Zweckverband, welcher die Kommunen im IT-Bereich unterstützen soll. Dieser läuft jedoch der digitalen Entwicklung hinterher und braucht daher eine deutliche Nachbesserung. Durch bessere finanzielle Mittel müssen hier attraktive Stellen für Techniker, IT-Fachleute und Softwareentwickler geschaffen werden. Auch eine einheitliche Software aller saarländischen Kommunen und ein zentrales Rechenzentrum sind eine wichtige Forderung. Es muss mit der Landesregierung diesbezüglich ein Digitalpakt geschlossen werden, damit dieses Projekt erfolgreich angegangen werden kann.

 

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/junge-buergermeister-wollen-verwaltungen-moderner-machen_aid-13314865